Seebrücke FFM.
Frankfurt am Main wird sicherer Hafen.

Wegen Corona und überhaupt – Landesaufnahmeprogramm jetzt!

Es ist Zeit, die viel beschworene Solidarität jetzt auch tatsächlich umzusetzen: Die Geflüchteten aus den Lagern an den Außengrenzen müssen aufgenommen werden – jetzt sofort.

Die Fakten sind alle bekannt. Die Lager auf den griechischen Inseln sind seit Jahren hoffnungslos überfüllt, die Menschen harren in kleinen Zelten aus, immer wieder gibt es Tote aufgrund von Bränden und Auseinandersetzungen, die sanitären Anlagen sind völlig unzureichend, weder Wasser noch Nahrung noch medizinische Versorgung sind ausreichend vorhanden. 

Die  Covid19-Pandemie spitzt bestehende Missstände jetzt auf unerträgliche Weise weiter zu. Geflüchtete gehören zu den Gruppen, die von den Folgen am härtesten getroffen werden. Es ist daher dringlicher denn je, Menschen aus den Lagern auf den griechischen Inseln zu evakuieren, Seenotrettung nicht weiter zu behindern, sichere Fluchtwege zu schaffen und Menschen, die auf der Flucht sind, ein menschenwürdiges Ankommen und Leben zu ermöglichen.

Hessen kann dazu einen Beitrag leisten, indem das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Landesaufnahmeprogramm für Geflüchtete mit besonderer Vulnerabilität jetzt endlich verabschiedet wird. Hessen könnte damit seinem Anspruch auf eine Politik, die die Menschenwürde achtet, gerecht werden. Schleswig-Holstein und Thüringen haben solche Programme bereits verabschiedet.

Die Initiative vom hessischen Landkreistag, die die zusätzliche Aufnahme von 100 unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten ankündigt, ersetzt ein solches Programm nicht. Viele Städte und Landkreise in Hessen haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, zusätzlich zum üblichen Verteilungsschlüssel Geflüchtete aus den Lagern aufzunehmen. Es geht darum, dafür jetzt endlich die gesetzlichen Grundlagen zu verabschieden und die Aufnahmebereitschaft von Städten und Landkreisen nicht weiter zu behindern.

Es gilt, dauerhafte Aufnahmeprogramme für Kinder, Familien und Erwachsene zu schaffen und nicht bloß kurzfristig zu reagieren. Es geht um Menschen, die alle ihre eigene Geschichte haben, nicht um abstrakte Zahlen.

Die Lebensbedingungen hier in Erstaufnahmelagern und sogenannten Gemeinschaftsunterkünften sind nicht länger hinzunehmen. Bereits in mehreren Lagern und Gemeinschaftsunterkünften gab es Covid19-Erkrankungen. Die Folge ist eine hohe Ansteckungsrate, Quarantäne für z.T. hunderte von Bewohner*innen und bereits ein erster Todesfall. In den beengten Wohnverhältnissen können die Vorgaben zum Infektionsschutz in keinster Weise eingehalten werden kann. Darüber hinaus bedeuten Gemeinschaftsunterkünfte alles andere als ein selbstbestimmtes Leben in Würde. Mangelnde Privatsphäre, fehlende Versorgungsmöglichkeiten und beengte Verhältnisse bergen ein hohes Konfliktpotenzial für Menschen, die bereits durch ihre Fluchtgeschichten und die unklare Perspektive häufig traumatisiert und verunsichert sind.

Wir fordern:

  • Ein Landesaufnahmeprogramm in Hessen für Menschen aus Lagern an den EU-Außengrenzen und andernorts sowie Menschen, die aus Seenot gerettet werden.

  • Die Umsetzung des Rechts auf Familienzusammenführung, v.a. für diejenigen in den Lagern in Griechenland, die Angehörige in Deutschland haben.

  • Keine Abschiebungen und die Schließung des hessischen Abschiebeknastes.

  • Flüchtlingslager schließen – Geflüchtete dezentral unterbringen.

Aktionsbündnis gegen Abschiebungen, Balkanbrücke, Community4all Darmstadt, Flüchtlingsrat Wiesbaden, HFR, Initiative 200 nach Marburg, Seebrücke Darmstadt, Seebrücke Frankfurt, Seebrücke Marburg, Solidarity City Rhein Main

Mahnwache am Mittwoch, 24.6.2020, um 16 Uhr
auf dem Dernschen Gelände, Wiesbaden (Marktplatz, südlich des Rathauses)

Gemeinsam für eine Stadt für Alle – solidarisch, antirassistisch, ökologisch!

Fahrraddemo, Kundgebungen und dezentrale Aktionen
am Samstag, 20. Juni Auftakt: 13.00 Uhr,
Wohnhochhaus „Praedium“ (Europa-Allee 101/103)

Für ein solidarisches Frankfurt in der Coronakrise und darüber hinaus fordern wir:

Mietenwahnsinn stoppen!

  • Kündigungen und Zwangsräumungen verhindern – Kommunalen Mietschuldenfonds einrichten
  • Mietentscheid umsetzen – ABG-Mieten senken
  • Spekulativen Leerstand enteignen – Wohnraum vergesellschaften

Solidarität und Antirassismus ernst nehmen!

  • Sammelunterkünfte schließen – Wohnungen für Geflüchtete und Wohnungslose
  • Frankfurt zum sicheren Hafen machen – Abschiebungen stoppen, Geflüchtete aufnehmen
  • Ein selbstverwaltetes migrantisches Zentrum ermöglichen – Project Shelter unterstützen

Klimagerechtigkeit durchsetzen!

  • Verkehrswende verwirklichen – Vorrang für Fußverkehr, Radverkehr und kostenlosen ÖPNV
  • Natürliche Freiräume erhalten – Grüne Lunge Bleibt, Instone stoppen
  • Dauerhafter Shutdown für CO2-Schleudern – Heizkraftwerk West stilllegen, Flughafenausbau stoppen

Migrantifa Hessen, no border Frankfurt, Seebrücke Frankfurt und We'll come united Frankfurt rufen zur gemeinsamen Kundgebung am Freitag, 29.5.2020, um 11.30 Uhr an der Hauptwache auf.

Corona Ausbruch in Frankfurter Unterkunft für Geflüchtete

Warum warten bis es zu spät ist?

Es war absehbar und nur eine Frage der Zeit, bis auch in Frankfurt die ersten Corona-Infektionen in einer der beengten sogenannten Gemeinschaftsunterkünfte auftreten.

Von Beginn der Corona-Pandemie an kämpfen wir nicht nur dafür, dass die Menschen in den Camps auf den griechischen Inseln und in weiteren Hotspots in Europa evakuiert werden, sondern auch hier vor Ort für eine menschenwürdige und social-distancing-gerechte Unterbringung derer, die in Unterkünften wohnen. Die Unterbringung in Lagern kann nie eine würdige Wohnform für ankommende Menschen sein, aber in Zeiten von Corona widerspricht sie in eklatanter Weise dem Recht auf Gesundheit für alle.

Auch die Stadt Frankfurt wartete einfach ab, bis sich in der Unterkunft in Bockenheim letzte Woche über 70 Menschen infiziert haben. Nun sind alle Bewohner*innen in Quarantäne und dürfen die Unterkunft nicht verlassen. Die Stadt gibt nun vor, verantwortlich und schnell zu handeln, aber sie reagiert nur auf die Folgen ihrer Untätigkeit - die Gefahren die von der massenhaften Unterbringung auf engem Raum ausgehen, sind hinlänglich bekannt.

Die neue Verordnung des Gesundheitsamtes Frankfurt, die vorsieht fortan in Gemeinschaftsunterkünften Mund-Nase-Schutz zu tragen, löst das Problem nicht. Schließlich tragen wir zuhause auch keinen Mundschutz. Die Lösung kann nur lauten: Dezentrale Unterbringung, statt Gemeinschaftsunterkünfte! Für ein menschenwürdiges Wohnen für alle!

Um unserer Wut über die Untätigkeit der Stadt Ausdruck zu verleihen und uns solidarisch zu zeigen mit den Bewohner*innen von Gemeinschaftsunterkünften, laden wir zur Kundgebung an der Hauptwache ein (in der Nähe befindet sich das Sozialdezernat der Stadt Frankfurt): am Freitag, 29.5.2020, ab 11.30 Uhr. Wir fordern eine dezentrale Unterbringung aller Bewohner*innen von Gemeinschaftsunterkünften in Frankfurt.

#LeaveNoOneBehind

Solidarität statt Aluhüten

Seebrücke Frankfurt fordert: Für ein solidarisches Frankfurt! Kein Platz für Nazis und Verschwörungsideologien!

In Frankfurt, wie in vielen anderen Städten, finden seit einigen Wochen sogenannte "Hygienedemos" oder unangemeldete "Spaziergänge" gegen die Regelungen im Infektionsschutzgesetz statt - unter offener Beteiligung von Nazis und Anhänger*innen kruder Verschwörungsideologien. Trotz eklatanter Missachtung der Hygienevorschriften (Mund-Nasen-Schutz, Abstand) spazierten am vergangenen Samstag, 9.5.2020, rund 400 Teilnehmer*innen der Demonstration weitgehend ungehindert durch die Frankfurter Innenstadt. Dagegen wurden andere Aktionen, die sich in den vergangenen Woche für ein solidarisches Frankfurt starkmachten und die Vorsichtsmaßnahmen oft strikter einhielten als Passant*innen, rigide eingeschränkt, mit strengen Vorschriften klein gehalten oder ganz unterbunden.

#LeaveNoOneBehind

Geflüchtete gehören neben Wohnungslosen zu denjenigen Gruppen, die von Corona am stärksten betroffen sind: Sie müssen schnellstmöglich aus beengten und teilweise lebensbedrohlichen Gefährdungslagen in Sicherheit gebracht werden. Die Menschen müssen aus den Lagern auf den griechischen Inseln evakuiert werden, hier in Deutschland dürfen sie nicht beengt in Sammelunterkünften leben müssen. Die Stadt Frankfurt soll Jugendherbergen und Hotels anmieten für Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben.

Gemeinsam mit zahlreichen anderen Initiativen wird die Seebrücke Frankfurt am Samstag, 16.05.2020, um 14 Uhr am Willy-Brandt-Platz ein Zeichen des Protests gegen die zeitgleich in Frankfurt stattfindenden "Hygienedemos" mit rechter Hetze und Verschwörungsideologien setzen. Denn eine solidarische Haltung in der aktuellen Situation kann nur heißen: Leave no one behind!

Zu den weiteren Kundgebungsorten: https://asvi.noblogs.org/

Holt die Menschen jetzt aus den Lagern!

Was uns in Europa in Virus-Zeiten nahe gelegt wird, Social Distancing und häufiges Händewaschen, stellt für Menschen in Flüchtlingslagern eine Unmöglichkeit dar. Das Lager in Moria beispielsweise ist auf weniger als 3.000 Menschen ausgerichtet, tatsächlich leben dort aber über 20.000. Das heißt auch, dass sich hunderte Menschen eine Toilette teilen müssen und der Zugang zu sauberem Wasser sehr begrenzt ist. Es fehlt auch an Seife und Desinfektionsmitteln und es gibt nur unzureichende medizinische Versorgung im Camp. Menschen müssen sich selbstständig Atemschutzmasken nähen. Bei einem Ausbruch wäre eine schnelle Verbreitung angesichts der Zustände dort kaum zu verhindern. Besonders für die älteren und kranken Menschen wäre das fatal.

Wir fordern deswegen eine sofortige Evakuierung der Menschen aus den Lagern in Griechenland und Solidarität mit schutzsuchenden Menschen an den EU-Außengrenzen!

#LeaveNoOneBehind

Wir bauen eine Brücke zu sicheren Häfen.

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen.

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und erwarten von der deutschen und europäischen Politik sofort sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind – kurz: Weg von Abschiebung und Abschottung und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen.

Wir von Seebrücke Frankfurt fordern:

  • sichere Fluchtwege, die Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme aller,
  • sich zur solidarischen Stadt zu erklären wie Köln, Bonn, Düsseldorf, Berlin, Barcelona, Palermo und viele andere,
  • sich gegen den massiven Rechtsruck zu stellen und ein Zeichen der Solidarität zu setzen gegen Angstmacherei, Ausgrenzung, Abschottung und Abschiebung.

Wir wollen Brücken bauen statt neue Mauern und Lager – und zwar jetzt. Machst du mit?

MUSIK FÜRS KLIMA

Benefizkonzert für Fridays for Future Frankfurt

Freitag, 6. März, Einlass 19 Uhr, Beginn 20:00 Uhr

Cafe KoZ
Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Mertonstraße 26
60325 Frankfurt am Main

  • OPEN HOUSE SESSION BAND
  • SALMA MIT SAHNE (Singer-/Songwriterin, Von Folk-Pop über Jazz und Soul / salmamusik.de)
  • TONGÄRTNER (Indie-Rock/ Blues/Pop, www.tongaertner.de)

Eintritt frei

Schon viel zu lange sitzen Kinder, Jugendliche, Erwachsene, ganze Familien in überfüllten Lagern auf griechischen Inseln fest. Die Lebensbedingungen in diesen Lagern sind unmenschlich:

Es gibt kaum sanitäre Infrastruktur, ungenügende Essensversorgung, und Menschen müssen in bitterer Kälte ohne jeglichen Schutz draußen schlafen. Mehr als 40.000 Menschen werden in diesen überfüllten Lagern, zum Teil seit Jahren, festgehalten, darunter über 4.000 unbegleitete minderjährige Menschen. Und das mitten in Europa! Menschenrechte werden schon viel zu lange ignoriert! Dutzende Kommunen und Bundesländer in ganz Deutschland stellen sich dieser Unmenschlichkeit entgegen und sagen: Wir haben Platz – Aufnahme jetzt ermöglichen! Sie wollen Kinder und Jugendliche aus griechischen Lagern aufnehmen. Doch Innenminister Seehofer blockiert – und die Kinder können nicht nach Deutschland kommen. Entgegen dem Willen der solidarischen Zivilgesellschaft!

Dagegen demonstrieren seit Jahren hunderttausende Menschen. Wir fordern, dass Städte darüber endlich selbst entscheiden können! Wir stehen als solidarische Gesellschaft zusammen! Auch am 08.02. werden wir wieder gemeinsam unsere Wut über die Unmenschliche Flüchtlingspolitik auf die Straße bringen und weiter Druck auf das Bundesinnenministerium auszuüben.

JETZT ist die Zeit der Zivilgesellschaft gekommen, den Widerstand des Bundesinnenministeriums zu brechen und tatsächlich endlich Menschen aus Lagern nach Deutschland zu evakuieren. Wir als Seebrücke stehen für eine Gesellschaft, die solidarisch, klimagerecht und antirassistisch, vielfältig und offen, queer und feministisch, inklusiv und bunt, gleichberechtigt und progressiv, tolerant und achtsam ist. Wir stehen für das Recht auf Asyl und Bewegungsfreiheit für Alle, für sichere Fluchtwege und Familiennachzug, für sichere Häfen, für eine menschenwürdige Aufnahme und Bleiberecht für alle.

Wir werden nicht aufhören dafür auf die Straße zu gehen. Für sichere Fluchtwege, für das Recht zu gehen, zu kommen und zu bleiben. Unsere Solidarität ist grenzenlos und unteilbar.

Gemeinsam für die Aufnahme (minderjähriger) Menschen aus griechischen Lagern!

Gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben, egal woher sie kommen, wo sie bleiben und wohin sie gehen wollen!

Frankfurt ist immer noch nicht Sicherer Hafen. Wir fordern, dass auch Frankfurt sich bereiterklärt mehr geflüchtete Menschen aufzunehmen. Auch Hessen soll sich bereit erklären Menschen von den griechischen Inseln aufzunehmen.

Deshalb fordern wir:

  • kommunale Flüchtlingsaufnahme möglich machen
  • Die Aufnahme von Menschen aus den Lagern an den EU-Außengrenzen
  • Frankfurt am Main zum Sicheren Hafen machen

Seebrücke meets Iuventa | Screening x Soliparty

Donnerstag, 12. Dezember 2019 von 20:00 bis 03:00

Farbenfabrik Kino, Gutleustraße 294, 60327 Frankfurt am Main

Zur Veranstaltung

Diskussionsrunde

Sichere Hafenstadt Frankfurt

mit Vertreter*innen der Römerkoalition:

  • Sylvia Weber
    Dezernentin für Bildung und Integration, Stadträtin SPD
  • Jan Schneider
    Kreisvorsitzender CDU Frankfurt
  • Sebastian Popp
    Fraktionsvorsitzender Die GRÜNEN im Römer

und unter Beteiligung von Unterstützer*innen der Seebrücke aus der Frankfurter Zivilgesellschaft

Freitag, 27. September
19 Uhr im Haus am Dom

Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main

Fridays for Future | Klimastreik 20.09.

Ganz Frankfurt streikt!

11:00 Hülya-Platz. Los geht es mit dem Bockenheim Finger
12:00 Auftaktkundgebung an der Alten Oper.
13:00 Seebrücke im INTERNATIONALISTISCHEN BLOCK

www.fridaysforfutureffm.de/globaler-klimastreik-20-09/

Aufruf für den 20.09.

Globale Gerechtigkeit: Climate Justice! Global Justice!

Am 20.9. gehen wir ALLE auf die Straße, weil wir die Tatenlosigkeit der Politik nicht akzeptieren können. Die Klimakrise ist eine der größten Bedrohungen der Menschheit. Vor allem in den Län- dern des Globalen Südens: Bereits jetzt führt der menschengemachte Klimawandel zu Umweltkatastrophen, Dürren, Wasserknappheit, Zerstörung von landwirtschaftlichen Nutzungsflächen. Die Zahl der Menschen, die bis 2040 aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensgrundlage fliehen werden, wird auf 200 Millionen steigen.(Vielleicht kleinen Link zu einer Quelle in die Fußnote?) Die Menschen mit dem wenigsten Mitspracherecht in Weltpolitik und Wirtschaft sind diejenigen, die am Meisten unter den Folgen zu leiden haben.

Diejenigen, die aus ihrer Heimat fliehen, erwartet ein Abschottungsregime, dass fast jeglichen Respekt vor menschlichem Leben verloren hat: Konzentrations- und Folterlager in Nordafrika, das Sterben-Lassen im Mittelmeer und die Abschiebung in Kriegsgebiete sind die deutlichsten Folgen dieser Krise der Menschlichkeit. Wer es geschafft hat zu bleiben, dem schlägt zunehmend Hass und Feindseligkeit entgegen, auch physische Angriffe nehmen stetig zu.

Doch es regt sich Widerstand:
Viele Gesellschaften lassen es sich nicht mehr gefallen, dass ihr Lebensraum zum Spielball von Macht- und Profitgier wird, ihr Wille ignoriert wird oder sie vertrieben werden. Die demokratischen Proteste im Sudan, die Errichtung einer Selbstverwaltung in Nord-Syrien/Rojava und die Bewegungen und Versammlungen von Bäuer*innen und Indigenen in Südamerika zeigen, dass die Menschen den Wandel selbst in die Hand nehmen. Diese Projekte können auch für uns hier Vorbilder für ein ökologisch-soziales Leben sein. Jedoch wird auf der anderen Seite von undemokratischen Regimen immer wieder Krieg gegen diese Projekte geführt. Dagegen stellen wir uns!

Auch die Menschen, die in die nördlichen Länder fliehen mussten, lassen sich die tödliche Abschottungspolitik und den Rassismus nicht länger gefallen. Die Selbstorgansiation von Geflüchteten, die immer wieder gegen die Bedingungen in den Heimen protestieren, sich gegenseitig unterstützen und in breiten Bündnissen das rauer werdende rassistischen Klima in Frage stellen, wächst.
Für uns steht also fest: Wir stehen grenzenlos gegen die Klimakrise, die Krise der Menschlichkeit und der Demokratie. In diesem Sinne rufen wir ALLE dazu auf, gemeinsam mit uns am 20.9. auf die Straße zu gehen! Klimagerechtigkeit geht nur als Globale Gerechtigkeit! Wir stehen ein für eine solidarische Welt!

Wir fordern ergänzend zu den Forderung der Fridays For Future Bewegung von den politischen Verantwortlichen: Abschiebungen stoppen! Waffenlieferungen stoppen! Racial Profiling Stoppen! Die finanzielle und politische Unterstützung faschistischer und totalitärer Regime müssen aufhören! Frankfurt muss sichere Hafenstadt werden!

Mahnwache Sicherer Hafen FFM

29.08.2019 ab 15:00 Paulsplatz

Am 10.08. haben Aktivist*innen der Seebrücke in Frankfurt mit einer Demonstration und der Blockade der alten Brücke auf und über dem Main ein deutliches Zeichen gesetzt, gegenüber der tödlichen Abschottungs-politik der EU & der Regierungen ihrer Mitgliedstaaten an ihren Außen-grenzen,

  • die die Rechte von Menschen auf der Flucht missachtet,
  • die Menschen auf der Flucht täglich mit ihrem Leben bezahlen,
  • die Seenotrettung & humanitäre Hilfe zunehmend kriminalisiert und zu verhindern sucht,

denn es soll keine Zeugen geben.
Seit der Aktion ist in Frankfurt am Main wieder Bewegung in die politische Diskussion um den Sicheren Hafen FFM gekommen.
Und so stehen am morgigen Donnerstag in der Stadtverordneten-versammlung erneut Anträge zum Sicheren Hafen Frankfurt auf der Tagesordnung.
Wir rufen daher dazu auf, gemeinsam noch einmal ein deutliches Zeichen dafür zu setzen, dass in Frankfurt eine starke Zivilgesellschaft für eine solidarische, bunte & weltoffene Stadt steht & kämpft.
Kommt zur Mahnwache, 29.08. ab 15:00 auf dem Paulsplatz

  • für die Sichere #HafenstadtFrankfurt
  • gegen das tödliche Grenzregime & das Sterbenlassen im Mittelmeer
  • gegen Kriminalisierung von Seenotrettung, Humanität & Solidarität

#Unite4Solidarity

LEBEN RETTEN
SOLIDARISCH LEBEN

Die Seebrücke Frankfurt fordert:

  • Schiffe mit aus Seenot Geretteten müssen unverzüglich einen sicheren europäischen Hafen anlaufen dürfen. Frankfurt soll sich bereit erklären, die Geretteten aufzunehmen.
  • Frankfurt muss endlich ein wirklich sicherer Hafen werden.
  • Umgehend muss ein kommunales Aufnahmeprogramm für die aus Seenot Geretteten durch das Land Hessen geschaffen werden, das in Frankfurt umgesetzt wird, um ein dauerhaftes Bleiberecht und menschenwürdige Zukunftsperspektiven zu schaffen.

GROSSDEMO
10.08.2019, 11:30 Uhr
Am ZOO FRANKFURT
Anfahrt zur Demo mit U6 oder Straßenbahn 14 bis zur Haltestelle Zoo

Download Flyer

Aufruf zur Demo ¡Unite! for Solidarity

Es reicht! Die Todesfälle im Mittelmeer reißen nicht ab, die kürzliche Verhaftung der Sea-Watch Kapitänin Carola Rackete, das restriktive "Geordnete-Rückkehr-Gesetz" von Seehofer, das weitere Erstarken der (extremen) Rechten europaweit: die Situation für Geflüchtete und die zivilen Helfer*innen wird immer dramatischer."

Es muss anfangen aufzuhören"

Mit der Farbe orange solidarisieren sich nun seit mehr als einem Jahr Tausende in ganz Europa mit Geflüchteten, die den schweren Weg nach Europa auf sich nehmen. Die Situation hat sich für die Menschen nicht verbessert - im Gegenteil: Im letzten Jahr sind über 2.200 Menschen auf dem Mittelmeer ertrunken. Europa schottet sich weiter ab und versucht alles, um Menschen in das Bürgerkriegsland Libyen zu bringen, anstatt ihnen eine sichere Zukunft in Europa zu ermöglichen. Die zivile Seenotrettung steht weiter unter massiver Repression: Rettungsschiffe werden am Ausfahren gehindert, Retter*innen werden kriminalisiert, die Zufahrt zu einem sicheren Hafen verwehrt. Der rechte Aufschwung zeigt sich in aller Bitterkeit auch an dem Mord des ehemaligen Regierungspräsidenten Lübcke durch Täter aus dem NSU-Umfeld. Lübcke setzte sich für das Ankommen Geflüchteter ein und bezahlte dafür mit dem Leben. Die Welle der Empörung blieb aus.

In Deutschland haben sich inzwischen 66 Städte zum sicheren Hafen erklärt, sie sind bereit, in Seenot geratene Geflüchtete aufzunehmen. Bekundungen, ein Aufnahmekontingent festzulegen, bleiben bislang Lippenbekenntnisse - wir brauchen jetzt großzügige und verbindliche Aufnahmen. Bisher scheitert es an dem Willen des Innenministeriums. Anstatt sich auf die Seite der Kommunen zu stellen, verabschiedet Horst Seehofer Gesetze, die Abschiebungen erleichtern und Unterstützer*innen kriminalisieren. Anstatt mit Geflüchteten das Ankommen hier zu gestalten, werden sie in sogenannten Ankerzentren festgehalten, um ihnen eine Zukunft und die Perspektive auf ein besseres Leben möglichst schwer zu machen!

Es ist Zeit zu handeln: Wir fordern sichere Hafenstädte in Hessen, ein hessisches Aufnahmeprogramm für Geflüchtete und ein ungehorsames Handeln, vorbei an Innenminister Seehofer!

¡Unite! for Solidarity - gehen wir gemeinsam auf die Straße, um uns solidarisch zu zeigen mit allen Menschen auf der Flucht, Menschen, die hier Repressionen ausgesetzt sind und den Helfer*innen der zivilen Seenotrettung! Bringt mit: Rettungsringe, Schlauchboote, Schwimmwesten, Luftmatratzen und anderes Material, mit dem wir ein solidarisches Zeichen setzen können.

    Unterstützer*innen:

    • Sea-Watch
    • sea-eye
    • Jugend rettet
    • Mission Lifeline
    • Resqship
    • Arbeitskreis Umwelt Wiesbaden
    • Wiesbadener Bündnis gegen Rechts
    • Solidarität grenzenlos MTK
    • Hessischer Flüchtlingsrat
    • Offenes Haus der Kulturen
    • Rückenwind in Wiesbaden
    • Netzwerk Konkrete Solidarität/ Teachers on the Road
    • Defend Rojava Plattform Rhein-Main
    • Project Shelter
    • Interventionistische Linke Frankfurt
    • AStA Goethe Uni
    • medico international
    • We'll Come United Rhein Main
    • Kein Mensch ist illegal Darmstadt
    • Pro Asyl
    • Anja Harzke, Pfarrerin Evangelische St Thomasgemeinde Frankfurt
    • Aufstehen gegen Rassismus Rhein Main
    • Fraktion DIE LINKE im Römer
    • Seebrücke Gießen
    • Eine Stadt für Alle! Wem gehört die ABG?
    • Seebrücke Seligenstadt
    • Rosi Haus, Geschäftsführerin ver.di Bezirk Frankfurt am Main und Region
    • ver.di Bezirk Frankfurt am Main und Region
    • Kultur für ALLE e.V.
    • SUQ solidarisch unaufgefordert queer 
    • Solidarity City Frankfurt
    • afip - Akademie für interdisziplinäre Prozesse Offenbach
    • achtsegel.org - Büro für demokratische Kommunikation und politische Bildung im Netz
    • Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V.
    • Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V.
    • ANC Frankfurt
    • Grüne Hochschulgruppe an der Uni Frankfurt
    • Terre des Femmes, Städtegruppe Rhein-Main
    • Frankfurter Jugendring
    • Hessische Theaterakademie
    • Stadtteilbüro Bockenheim 
    • Fridays for Future Frankfurt 
    • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Frankfurt
    • Naturfreundejugend Hessen
    • what's I next  I magazin + design
    • FAU Frankfurt - Gewerkschaft für alle Berufe
    • Verband binationaler Familien Frankfurt
    • Ende Gelände Ortsgruppe 
    • Climate Justice Rhein/Main
    • GEW Hessen
    • Ulrich Schaffert, Pfarrer der Gemeinde Cantate Domino und der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde
    • Club Voltaire e.V.
    • Medinetz Mainz
    • LIBS e.V.
    • Peter Feldmann, Oberbürgermeister Frankfurt am Main
    • Extinction Rebellion Frankfurt

    Wenn ihr den Aufruf unterstützen wollt, bitte eine Email an mailseebruecke-frankfurt.de